Thema

Spätantike Gräberfelder an der Donau

Das Projekt fokussiert auf die Zusammenführung und Analyse von publizierten und eigens erhobenen archäologischen und anthropologischen Daten spätantiker Gräberfelder der ehemals römischen Provinzen Noricum und Pannonia, um tiefere Einblicke in das Leben der Menschen und ihrer Umwelt zu gewinnen.

Copyright Ratzersdorf, Gem. St. Pölten (Österreich). Luftbild des spätantiken Gräberfeldes vor der Ausgrabung © Stadtmuseum St. Pölten; Foto: ARDIG, G. Artner

Die Bevölkerung des 4.–6. Jahrhunderts an oberer und mittlerer Donau. Eine komplexe Analyse der Gräberfelder aus archäologisch-anthropologischer Perspektive

Seit den 1980er-Jahren werden verstärkt archäologische und anthropologische sowie seit etwa zehn Jahren auch biochemische Untersuchungen wie Isotopenanalysen an Gräberfeldern der Spätantike in den ehemaligen römischen Provinzen Noricum und Pannonia durchgeführt. Der Fokus des Dissertationsvorhabens richtet sich genau darauf und liegt somit zeitlich auf dem 4.6. Jahrhundert und räumlich auf den heutigen Ländern Österreich und Ungarn sowie quellentechnisch auf den materiellen Hinterlassenschaften der Menschen und ihrer Körper selbst.
Der Datenbestand der bislang bearbeiteten Gräberfelder dieser Zeit und dieses Raumes ist verstreut und wurde nie zusammenhängend analysiert. Es ist das Ziel des Projekts, eine repräsentative Auswahl jener Informationen zusammenzuführen, um das Leben der Menschen, ihre Umwelt und darin wirkende Veränderungen zwischen dem Ende des Römischen Reiches und dem beginnenden Mittelalter näher zu beleuchten. Die bisher veröffentlichten Daten werden durch die Bearbeitung des spätantiken Gräberfeldes von Ratzersdorf an der Traisen, Gem. St. Pölten (Österreich), ergänzt und langfristig über das Digital-Humanities-Forschungsprojekt und Online-Repositorium THANADOS als OpenData verfügbar sein.

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