Themenbereich

Rechtskulturen

Im Rahmen der historischen und kulturvergleichenden Forschung geht es um die Dynamik und die kulturelle Prägung von Eigentum. »Rechtskultur« verweist im Allgemeinen auf die Prägung des Rechts im Kontext der jeweiligen Gesellschaft, Kultur und Tradition sowie auf das Ensemble der auf das »Recht« bezogenen Wertvorstellungen, Normen, Institutionen, Verfahrensregeln und Verhaltensweisen. Im Besonderen interessieren dabei rechtssystematische Eigenarten der Verfassung, Gesetzgebung, Rechtslehre, Rechtsprechung und Rechtspraxis sowie die Frage nach der territorialen Verankerung und Reichweite des Rechts als sozialer und symbolischer Ordnung. Vergleichend sowie transfer- und verflechtungsgeschichtlich wird über ausgewählte Gesellschaften und Rechtsräume im östlichen Europa, über deren – soziale, kulturelle und rechtliche – Konstruktion, Institutionalisierung und Anwendung eigentumsartiger und eigentumsähnlicher Begriffe, Regeln und Rechte vor allem im 20. Jahrhundert geforscht.

Thema

Governance von Bodeneigentum

Spezifische Eigentumskulturen und -regime an Grund und Boden finden ihre Konkretion in Institutionen und Professionen, die sich mit der Administration von Bodeneigentum beschäftigen: Geodäten, Kataster- und Grundbuchbeamte, Notare und Rechtsanwälte. Diese geben den Rahmen vor, in dem ländliche Akteure Erwartungen entwickeln und Entscheidungen treffen.

mehr zum Thema erfahren