Thema

Territorialisierung in Ostmitteleuropa

Mit dem Ausgang des Ersten Weltkrieges war Zerfall der kontinentaleuropäischen Großreiche besiegelt. Die Wieder- und Neugründung von sich als »Nationalstaaten« verstehenden Nachfolgestaaten im östlichen Europa als transnationalen Prozess darzustellen, ist Ziel der Forschungen.

Territorialisierung in Ostmitteleuropa im Zeitalter der Weltkriege 1914-1948

Die Untersuchung von Territorialisierungsprozessen stellt eine der fünf Dimensionen dar, die das dreibändige »Handbuch einer transnationalen Geschichte Ostmitteleuropas« (LINK zu Topthema 1) strukturieren. Im Mittelpunkt des Beitrages zum zweiten Band stehen die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges auf Grenzziehungen und Infrastruktursysteme, die Herausbildung und Konsolidierung von Nationalstaaten als ein genuin transnationaler Prozess, Bemühungen um ostmitteleuropäische Regionalismen in den 1920er Jahren sowie der zunehmende Einfluss Deutschlands auf die Region in den 1930er Jahren, der in der Expansion des Zweiten Weltkrieges gipfelte. Nach erneuten Grenzverschiebungen nach 1945 und dem Beginn des Kalten Krieges wurde die Wiederherstellung nationalstaatlicher Souveränität stark durch die Herausbildung des »Ostblocks« als neuem Raumformat geprägt. Das Thema wird gemeinsam mit Matthias Middell (Universität Leipzig) bearbeitet.

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