Eleanor Roosevelt mit der Menschenrechtserklärung

Themenbereich

Völkerrechtsgeschichte

Untersucht werden die rechtlichen Konsequenzen sozialer, politischer und kriegerischer Konflikte im östlichen Europa seit dem Wiener Kongress. Das Themenfeld untersucht diese Entwicklungen an der Schnittfläche von osteuropäischer Geschichte, internationaler Geschichte, sozial- und migrationshistorischen Paradigmen, einer Kulturgeschichte des Politischen sowie einer kritischen Völkerrechtsgeschichte. Empirisch steht die These von der De-Okzidentalisierung des Völkerrechts nach 1945 im Zentrum. Konzeptionell in den vergleichenden Regionalwissenschaften verankert, richtet sich der Fokus auf die politisch motivierten Ausdifferenzierungen des Völkerrechts, die Entwicklung des Völkerrechts im Kalten Krieg, zeithistorische Entwicklungen des Völkerrechts im Gefolge des Vertreibungsverbots, der Schutzverantwortung (responsibility to protect), der Einrichtung des Kriegsverbrechertribunals für das ehemalige Jugoslawien (ICTY, 1993) und auf den 1999 gegründeten internationalen Strafgerichtshof (ICC).

Themen

Internationale Juristen und Völkerrechtsaktivisten

Der Völkerbund konstituierte eine Arena, in der internationale Juristen und Rechtsaktivisten mit unterschiedlichen Agenden agierten. In Kommissionen des Völkerbundes, in internationalen juristischen Fachorganisationen und in Nicht-Regierungsorganisationen wurden insbesondere im Völkerstrafrecht und im humanitären Völkerrecht bedeutende Initiativen lanciert.

mehr zum Thema erfahren

Sexualisierte Kriegsgewalt

Sexualisierte Kriegsgewalt ist kein neues Phänomen, deren völkerrechtliche Ahndung als Verbrechen wurde aber erst im Zuge der Auseinandersetzung mit den post-jugoslawischen Kriegen endgültig etabliert. Das Vorhaben fragt, wie sich zivilgesellschaftliche Akteure zu diesem Verrechtlichungsprozess verhalten und Einfluss auf ihn nehmen.

mehr zum Thema erfahren