Das GWZO zeichnet sich durch sein breites Forschungsspektrum und die interdisziplinäre Herangehensweise aus, die von der Spätantike bis in die Gegenwart reicht. Die Grundlagenforschung des GWZO verknüpft Methoden und Konzepte aus Archäologie, Mediävistik, Literaturwissenschaft, Osteuropastudien, Geschichtswissenschaft (insbesondere Kultur-, Politik-, Wirtschafts-, Sozial-, Rechts- und Wissenschaftsgeschichte sowie Klima-, Umwelt- und Globalgeschichte), Kunst- und Architekturgeschichte und interdisziplinären Kulturwissenschaften. Dabei werden auch naturwissenschaftliche Ansätze integriert.
Das breite Fächerspektrum und die Transepochalität der Forschung sind einzigartige Merkmale des GWZO im nationalen und internationalen Vergleich. Unsere etwa 90 Mitarbeitenden sprechen über 20 Sprachen, mit denen wir die kulturelle und sprachliche Vielfalt des östlichen Europa abdecken. Mit dieser Expertise tragen wir maßgeblich zum Verständnis historischer und aktueller Entwicklungen in den Staaten, Gesellschaften und Kulturen unserer Forschungsregion bei.
Die thematische Ausrichtung des GWZO, sowohl in den einzelnen Abteilungen und Nachwuchsforschungsgruppen als auch institutsübergreifend, reflektiert ein starkes Bewusstsein für die Historizität gegenwärtiger gesellschaftlicher Herausforderungen.
Seit der positiven Evaluierung im Jahr 2022 baut das GWZO seine Stärken in der interepochalen und interdisziplinären Erforschung der ostmitteleuropäischen Großregion weiter aus und setzt dabei neue inhaltliche und konzeptionelle Akzente. Die Forschung reicht weiterhin von der Spätantike bis zur Gegenwart, ist in den am Institut vertretenen Disziplinen verankert und zeichnet sich durch transdisziplinäre Offenheit ebenso wie einen reflexiven Zugang zur räumlichen Dimension auf allen Ebenen aus.