Foto: Mosaik in Berlin, Haus des Lehrers

Themenfeld

Gesellschaftliche Dimensionen interkultureller Beziehungen

Als wesentlicher Beitrag der internationalen Kulturtransferforschung kann der Nachweis weit verzweigter Wechselwirkungen von interkulturellen Beziehungen und dem Wandel von nationalen Gesellschaften gelten. Interkulturalität für das östliche Europa zu analysieren, bedeutet den Blick auf transregionale Verflechtungsprozesse zu erweitern.

Mit kunst-, stadt-, wirtschafts-, und sozialgeschichtlichen Forschungen, die vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart reichen, wird ein breites Themenspektrum behandelt. Dazu zählen Fragen nach den soziokulturellen Spezifika einer frühneuzeitlichen Stadtgesellschaft oder des postsozialistischen Kunstbetriebes, Fragen nach den Kulturen des Wirtschaftens in der Region unter der global condition seit dem späten 19. Jahrhundert, Fragen nach der kulturellen Bedeutung von Arbeit in der staatssozialistischen Industriegesellschaft verglichen mit dem kapitalistischen Wohlfahrtsstaat oder der ökonomischen Bedingtheit der Konstruktionen von Eigen- und Fremdbildern um 1900. Die Forschungsthemen zeichnen sich durch methodologische Vielfalt und einen kritischen Blick auf lang etablierte Vorstellungen von Zentrum und Peripherie, Modell und Rezeption, Fortschritt und Rückständigkeit aus und hinterfragen essentialistische Identitätskonstruktionen.

Forschungsthemen

Geschlechtsspezifische Gewalt in Belgien und im »Protektorat Böhmen und Mähren«

Logo mit den Buchstaben 'fnrs' in lila und dem Text 'LA LIBERTÉ DE CHERCHER' darunter.

Das Projekt untersucht geschlechtsspezifische Gewalt während des Zweiten Weltkriegs in Belgien sowie im »Protektorat Böhmen und Mähren«. Es vergleicht Tagebücher und Gerichtsakten, um Erfahrungen, Wahrnehmungen und Darstellungen von Gewalt zu analysieren.

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Institutionen und Kulturen des Wirtschaftens

Untersucht werden Transfers von ökonomischen Institutionen in das östliche Europa und deren Adaption an regionale Rahmenbedingungen, Wertvorstellungen und Handlungsmuster. Ziel sind Antworten auf die Frage nach der Rolle von Verflechtungs- und Globalisierungsprozessen für die Herausbildung und Entwicklung regionalspezifischer Kulturen des Wirtschaftens.

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Partnerschaftsgewalt und Frauenhäuser in Ostdeutschland (1979–1997)

Logo der Bundesstiftung Aufarbeitung mit schwarzem Text und deutschem Flaggenmotiv rechts.

Das Projekt untersucht die Entstehung autonomer Frauenhäuser in der DDR und in den neuen Bundesländern zwischen 1979 und 1997. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie es feministischen Initiativen gelang, Gewalt gegen Frauen sichtbar zu machen und den Aufbau dauerhafter Hilfsstrukturen nach 1990 zu prägen.

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Vormoderne Migrationsgesellschaft

Logo gefördert durch DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft

Am Beispiel einer frühneuzeitlichen Stadtgesellschaft im Osten Europas werden die soziokulturellen Konsequenzen langfristiger wie vielgestaltiger Migrationsprozesse untersucht. Ziel ist das Nachzeichnen und Erklären der Spezifika, die das multiethnische und multikonfessionelle städtische Zusammenleben jenseits nationaler Antagonismen geprägt haben.

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