Themenbereich

Interkulturalität

Seit gut einem Jahrzehnt steht »Interkulturalität« für die Beschreibung von Prozessen, in denen (neue) Kulturmuster konstruiert werden, die Elemente von vormals separat betrachteten künstlerischen Ausdrucksformen sowie breiterer Kulturpraktiken aufgreifen. Damit wird an einen Perspektivwechsel angeknüpft, der die Gleichwertigkeit von interagierenden Kulturen sowie die Reziprozität von Transferprozessen in den Mittelpunkt rückt. Waren vorher konzeptionelle Hierarchien (Zentrum-Peripherie, Ost-West) wichtig, gehen Studien zu interkulturellen Beziehungen von einer Gleichwertigkeit der verschiedenen Kulturen aus. Dies ist methodologisch höchst relevant für die Erforschung der Kunst- und Kulturgeschichte des östlichen Europa aus einer transnationalen Perspektive, denn sie rückt anstelle hochgradig normativer Vergleiche mit dominanten, westlichen Mustern die Vielfalt von kulturellen Interaktionen an den sogenannten »Rändern der Welt« in den Blick.

Themen

Aufmerksamkeitswandel für die »Kunst im Osten«

Logo Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Im Projekt erfolgt eine kritische Hinterfragung der Motivationen von transnational agierenden Fördermittelgebern, die Produktion und Verbreitung von Kunst im und aus dem postsozialistischen Ostmitteleuropa zu fördern.

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Vormoderne Migrationsgesellschaft

Logo gefördert durch DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft

Das Projekt untersucht die enge Verflechtung von Migrationsprozessen und gesellschaftlicher Entwicklung am Beispiel einer frühneuzeitlichen Stadtgesellschaft. Es zeichnet die Entwicklung multiethnischen und multikonfessionellen Zusammenlebens jenseits nationaler Antagonismen nach und leistet dabei auch einen Beitrag zu aktuellen Debatten um Migration und Gesellschaft.

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