Schwarz-Weiß-Foto einer Stadtansicht mit einem Platz, umgeben von historischen Gebäuden. Viele Menschen stehen auf dem Platz, ein Kind in der Mitte.

Karriereförderung am GWZO: Das GWZO fördert wissenschaftliche Karrieren aller Qualifikationsphasen – vom Studium bis zur wissenschaftlichen Leitungsfunktion. Ein zentrales Element stellen dabei die über Drittmittel oder den Institutshaushalt finanzierten GWZO-Nachwuchsforschungsgruppen (NFG) dar. Als i.d.R. eigenständige Forschungseinheiten unseres Hauses ermöglichen sie vielversprechenden Absolvent*innen, Promotionsprojekte in einer thematisch gebundenen Kleingruppe umzusetzen. Zugleich bieten sie promovierten Wissenschaftler*innen die Chance, innovative Forschung zu konzipieren, üblicherweise drittmittelgeförderte Forschungsprojekte gemeinsam mit Doktorand*innen umzusetzen und so erste Leitungserfahrungen zu sammeln.

GWZO-Nachwuchsforschungsgruppe

Ostmitteleuropa im Vergleich

Die GWZO-Nachwuchsforschungsgruppe »Ostmitteleuropa im Vergleich« bestand zwischen April 2019 und Dezember 2025. Die dort angesiedelten Forschungsthemen untersuchten kulturellen und gesellschaftlichen Wandel im intra- und transregionalen Vergleich mit Blick auf Europa und andere Weltregionen. Die Forschungen verfolgten einen transnationalen und transregionalen Ansatz, der Ostmitteleuropa nach Westen und Osten hin öffnet und die regionalen Prozesse in ihren globalen Bezügen reflektiert. Dabei knüpfte die Nachwuchsforschungsgruppe an gegenwärtige Diskussionen der Global und Area Studies an und verband in ihren Vorhaben vergleichende Methoden mit den Ansätzen der Transfer- und Verflechtungsforschung. Durch Berücksichtigung von Kontrasten, Krisen und Zäsuren wurden multiple Perspektiven, dynamische Rahmenbedingungen und räumliche Überlagerungen zum Ausgangspunkt des Vergleichs.

Die Nachwuchsforschungsgruppe wurde bis Januar 2025 von Dr. Corinne Geering geleitet. Zum 1. Februar 2025 erhielt Dr. Corinne Geering einen Ruf auf die Tenure-Track-Professur »Transformative Change in a Social Science and Humanities Perspective« an der Johannes Kepler Universität Linz. 

Im Rahmen der Nachwuchsforschungsgruppe konnten bislang drei Dissertationsprojekte erfolgreich abgeschlossen werden. Hana Antal forschte zu Populismus in Ostmitteleuropa zwischen 2010-2018, Theo Schley untersuchte die Beziehungen König Johanns von Luxemburg zu den Bürgereliten der böhmischen Hauptstadt Prag und Polina Gundarina forschte zu post-sozialistischer Stadtentwicklung nach 1991. Kaja Schelker arbeitet zu regionalem Bauen in Zakopane in vergleichender Perspektive.