Wissenschaftskino

Roter Kinovorhang auf Bühne, davor Reihen roter Kinosessel.

Wissenschaftskino Leipzig: Film trifft Forschung

Das Wissenschaftskino Leipzig bringt aktuelle Forschung auf die Leinwand: In regelmäßigen Abständen laden Leipziger Wissenschaftseinrichtungen – darunter auch das GWZO – zu öffentlichen Filmvorführungen mit anschließender Diskussion in das Zeitgeschichtliche Forum ein.

Ob Spielfilm, Serie oder Dokumentation: Viele Filme greifen zentrale gesellschaftliche und historische Fragen auf. Doch wo endet die Fiktion, und wo beginnt die Realität? Im Wissenschaftskino haben Sie die Gelegenheit, genau diese Fragen im Anschluss an die Vorführung direkt mit Expert*innen aus der Wissenschaft zu diskutieren.

Die Veranstaltungsreihe wird von der Stadt Leipzig (Referat Wissenspolitik) in Kooperation mit dem Zeitgeschichtlichen Forum organisiert und findet in Kooperation mit dem Leipzig Science Network (LSN) statt.

  • Ort: Saal des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig (3. Etage)
  • Turnus: Vier Termine im Jahr (jeweils dienstags)
  • Eintritt: Frei
  • Aktuelle Termine finden Sie auf der Website der Stadt Leipzig.

Das GWZO beim Wissenschaftskino

Zwei Personen sitzen angeschnallt nebeneinander in einem Auto, die fahrende Person raucht eine Zigarette und trägt eine Sonnenbrille im Haar.

24. November 2026, 19 Uhr, Zeitgeschichtliches Forum Leipzig, 3. Stock 

»Der Tierstimmensammler oder Das Lied der scheuen Stockente« (dt., o.U.) 
Mit Liza Walther (GWZO und Oseredok Leipzig e. V.) und Dr. Timm Schönfelder (GWZO)
In Kooperation mit dem Referat Wissenspolitik der Stadt Leipzig, dem Zeitgeschichtlichen Forum und dem Verein Oseredok Leipzig e. V.

Im Mittelpunkt des preisgekrönten ukrainischen Roadmovies »Der Tierstimmensammler oder Das Lied der Scheuen Stockente« (Originaltitel: »Moji dumky tychi«) steht eine skurrile Mutter-Sohn-Reise voller Tragikomik und leiser Töne. Ein kanadischer Videospielproduzent bietet dem über zwei Meter großen, aber unsicheren Kiewer Sounddesigner Vadym die Chance seines Lebens: Er soll Tierstimmen in Transkarpatien aufnehmen. Gelingt es ihm, den seltenen Gesang der Scheuen Stockente einzufangen, winken ein Sonderhonorar und eine Festanstellung in Kanada. Da Vadym nicht Auto fahren kann, unternimmt er die Reise zusammen mit seiner Mutter Halyna, einer Taxifahrerin. Was als Zweckgemeinschaft beginnt, wird zur emotionalen Zerreißprobe

Gedreht in einer Zeit vor dem russischen Angriffskrieg löst der Film heute einen Perspektivwechsel aus: Welches Bild der Ukraine vermittelt dieser Film in seinem Entstehungsjahr 2019 – und wie blicken die Menschen in Leipzig heute auf ein Land, das seit 2022 von russischen Angriffen erschüttert wird? Wie verändert der anhaltende Krieg ihre Wahrnehmung und welche Folgen hat die Zerstörung nicht nur für Menschen und Städte, sondern auch für Naturräume, Kunst und kulturelles Erbe? Im Anschluss an den Film gehen der Historiker Dr. Timm Schönfelder (GWZO) und die Historikerin Liza Walther (GWZO und Oseredok Leipzig e. V.) diesen Fragen nach und kommen mit dem Publikum ins Gespräch.