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Film in den annektierten Gebieten Polens und im Protektorat Böhmen und Mähren

In den annektierten Gebieten Polens und dem Protektorat Böhmen und Mähren wurde das Kino als Instrument nationalsozialistischer Herrschaft eingesetzt. Das Projekt geht der Frage nach, inwiefern Spielfilme als Mittel zur Germanisierungspolitik genutzt wurden.

Frau schaut zum Betrachter und hält eine Malpalette in der Hand. Über ihrem Gesicht ist der Schriftzug "Kinorevue"

Germanisierung mit Hilfe des Kinos? Spielfilme in den annektierten Gebieten Polens und dem Protektorat Böhmen und Mähren
Der Film galt den Nationalsozialisten als wichtiges Propagandamedium, das im Altreich nicht zuletzt der weiteren Bindung an die rassenpolitisch gesäuberte Volksgemeinschaft dienen sollte. Im östlichen Europa gingen die Besatzer unterschiedlich mit dem Kino um: Während in den eingegliederten polnischen Gebieten strikte Restriktionen galten, die Pol*innen den Zugang zu Kinos sowie die Verwirklichung eigener Filmprojekte verwehrten, gestattete die Besatzungsmacht im Protektorat Böhmen und Mähren eine nun regulierte tschechische Filmkultur und Kinonutzung. Doch wie dachten und gestalteten die Besatzer in den beiden Gebieten die Filmpolitik in Bezug auf die sogenannten Volksdeutschen, also die heterogenen Gruppen, die Teil der Volksgemeinschaft im Osten werden sollten? Im Zentrum des Projekts steht die Filmpolitik, das Filmangebot und die Kinorezeption.

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