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Stories of Ukraine’s Lost Homes

Das Projekt zielt darauf ab, die tiefgreifenden Veränderungen in den besetzten ukrainischen Gebieten seit 2014 zu dokumentieren und zu vermitteln. In einem virtuellen »Museum der verlorenen Häuser« sollen die Auswirkungen des russischen Staatsaufbaus, die Aneignung von »herrenlosem« Eigentum und die alltäglichen Erfahrungen der Vertreibung sichtbar gemacht werden.

Zerstörtes mehrstöckiges Wohngebäude mit freigelegten Innenwänden und Trümmern, daneben teilweise eingestürztes Gebäude, bewölkter Himmel.

Occupied and Erased: Stories of Ukraine’s Lost Homes
Das Projekt zielt darauf ab, die tiefgreifenden Veränderungen in den besetzten ukrainischen Gebieten seit 2014 zu dokumentieren und zu vermitteln. Diese Veränderungen wurden durch die umfassende russische Invasion im Jahr 2022 noch verstärkt. In einem virtuellen »Museum der verlorenen Häuser« soll eine Kombination aus persönlichen Erzählungen, politischen Analysen und visuellem Storytelling die Auswirkungen des russischen Staatsaufbaus, die Aneignung von »herrenlosem« Eigentum und die alltäglichen Erfahrungen der Vertreibung sichtbar machen. Neben der Präsentation von Forschungsergebnissen befasst sich das Projekt auch mit ethischen und Sicherheitsfragen: Wie können Geschichten erzählt werden, ohne Menschen in Gefahr zu bringen oder ukrainische Stimmen zu überlagern? Welche Formen von Sprache und Bildsprache sind geeignet, um Verlust, Besetzung und Widerstand darzustellen?
Das »Museum of Lost Homes« wird in mehreren Phasen entwickelt, geplant sind unter anderem Workshops mit Forschenden sowie Medien- und Kunstschaffenden. Es wird in ukrainischer, englischer und deutscher Sprache verfügbar sein und eine Plattform für Forschende, vertriebene Gemeinschaften, Schulen und die interessierte Öffentlichkeit bieten.

Das Projekt wird gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Länderkunde IFL und dem Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung realisiert und als Teil des Leibniz-Labs »Umbrüche und Transformationen« gefördert. Die Projektleitung liegt bei Dr. Sofia Gavrilova (IfL).

 

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