Thema
EXCLUDED/EXPOSED – Die Exhumierung marginalisierter Gruppen
Zu den zentralen Aufgaben des Projekts gehört die Untersuchung von Gewalt im 20. Jahrhundert aus breiter Perspektive sowie die Diskussion der Chancen und Herausforderungen der Gewaltarchäologie. Dazu werden Erkenntnisse aus Archäologie (auch sogenannter politischer Exhumierungen), physischer Anthropologie, Geschichtswissenschaft und Erinnerungsforschung einbezogen.
EXCLUDED/EXPOSED – Die Exhumierung marginalisierter Gruppen:
Eine ganzheitliche Perspektive auf die Chancen und Herausforderungen von Gewaltarchäologie, Anthropologie und Erinnerungsforschung
Ziel des Projekts ist es, verschiedene Perspektiven auf Gewalt im 20. Jahrhundert zu kombinieren, unter Einbeziehung von Erkenntnissen aus Archäologie (einschließlich Exhumierungen), physischer Anthropologie, Geschichtswissenschaft und Erinnerungsforschung. Historische Quellen und archäologische Feldforschungen zeigen nicht nur, wie die Opfer getötet wurden, sondern auch, wie ihre Überreste verborgen wurden – wodurch sie faktisch aus dem kollektiven Gedächtnis ausgelöscht wurden.
Unter den marginalisierten Gruppen nehmen Menschen mit Behinderungen und Kinder eine Sonderstellung ein. Auch polnische Bürger*innen in den von Nazi-Deutschland eroberten Gebieten waren Opfer deutscher Verbrechen gegen Menschen mit Behinderungen.
Archäologische Untersuchungen und Exhumierungen liefern Beweise sowie neue Daten über die Kriegsgewalt, das Schicksal der Menschen sowie ihre Überreste. Politische Exhumierungen und die Untersuchung dieses Phänomens sollten interdisziplinär erfolgen, unter Einbeziehung sowohl der Biowissenschaften als auch der Geisteswissenschaften – im breiteren Kontext der europäischen Erinnerungsforschung. Als physische Anthropologin möchte ich die historische Forschung durch Analysen biologischer Aspekte ergänzen und archäologische Erkenntnisse über die Verschleierung der Überreste der Opfer einbringen.