Dr. Joanna Rogóż
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Zur Person
Geboren in Piotrków Trybunalski, Polen. Studium der Biologie und Anthropologie an der Jagiellonen-Universität Krakau. 2008 Masterabschluss in beiden Fächern. 2013 Promotion in Biowissenschaften mit einer Studie zu »Temporal bone morphology as a determinant of sex in humans«. Seit 2013 Assistenzprofessorin am Institut für Archäologie der Universität Rzeszów mit Forschungs- und Lehrtätigkeit.
Als physische Anthropologin Analyse menschlicher Skelettreste vom Neolithikum bis in die Gegenwart, zahlreiche anthropologische Publikationen, regelmäßige Mitarbeit an archäologischen Ausgrabungen sowie Tätigkeit als Gerichtssachverständige, u. a. für das Institut für Nationales Gedenken.
Seit Oktober 2025 als Stipendiatin der Alexander von Humboldt Stiftung am GWZO tätig. -
Arbeitsschwerpunkte
- Osteologie und Physische Anthropologie
- Pathologien und Verletzungen des menschlichen Bewegungsapparates
- Exhumierungen, zeitgenössische Archäologie, Gewaltarchäologie
- Kremationen, verbrannte Knochen und Einsatz der Computertomographie bei der Untersuchung von Brandbestattungen
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Funktionen und Mitgliedschaften
- Mitglied der Polnischen Anthropologischen Gesellschaft
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Auszeichnungen
- 2011 Auszeichnung (2. Platz) für das beste Nachwuchsposter auf der 43. Nationalen Wissenschaftlichen Konferenz der Polnischen Anthropologischen Gesellschaft, Wrocław; »Temporal bone morphology as a determinant of sexual dimorphism«
- 2015 Preis der Stadt Stalowa Wola »Gałązka sosny« im Bereich Kultur für die Co-Autorschaft des Buches »I wojna światowa nad Sanem« (Erster Weltkrieg auf dem Fluss San), hrsg. von A. Garanty, Regionalmuseum Stalowa Wola, BERNARDINUM 2014, ISBN 978-83-61032-79-3
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Lehre
- 2010-2013 Lehrtätigkeit im Rahmen des Doktorandenstudiums am Institut für Zoologie der Jagiellonen-Universität Krakau
- Seit 2013 Lehrtätigkeit an der Universität Rzeszów
Aktuelles Forschungsthema
EXCLUDED/EXPOSED – Die Exhumierung marginalisierter Gruppen
Zu den zentralen Aufgaben des Projekts gehört die Untersuchung von Gewalt im 20. Jahrhundert aus breiter Perspektive sowie die Diskussion der Chancen und Herausforderungen der Gewaltarchäologie. Dazu werden Erkenntnisse aus Archäologie (auch sogenannter politischer Exhumierungen), physischer Anthropologie, Geschichtswissenschaft und Erinnerungsforschung einbezogen.
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