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Humanitarismus und Gewalt in Bergkarabach

Dieses Projekt untersucht, wie Gewalt und humanitäre Hilfe in Bergkarabach ineinandergreifen, und beleuchtet die Auswirkungen von Krieg, Vertreibung und Blockade auf die lokale Bevölkerung. Es analysiert, wie diese Erfahrungen politische Identität, kollektives Gedächtnis und internationale Hilfspraktiken prägen.

Die Beine eines Kindes sitzen auf einer Mauer, die Hände sind um die Knie gelegt, das Kind trägt Hausschuhe mit Tiergesichtern und Pompons, umgeben von trockenen Blättern.

Gewalt und Humanitarismus in Bergkarabach: Souveränität, Erinnerung und globale Verflechtungen (1990er–2023)
Wie überschneiden sich Gewalt und Humanitarismus in Konfliktzonen, und wie werden sie durch umstrittene Souveränität und kollektives Gedächtnis geprägt? Die zentrale Prämisse dieses Projekts ist, dass humanitäre Hilfe nicht isoliert von den politischen und sozialen Kontexten verstanden werden kann, in denen sie eingesetzt wird. Während bestehende Forschung die geopolitischen und militärischen Aspekte von Konflikten untersucht hat, bleibt die Rolle des Humanitarismus in diesen Zusammenhängen vergleichsweise wenig erforscht.

Diese Studie untersucht, wie Gewalt und humanitäre Praktiken das Leben der Armenier*innen in Bergkarabach vom Ersten Karabachkrieg bis zur Blockade und dem Exodus im Jahr 2023 geprägt haben. Sie beleuchtet, auf welche Weise internationale, diasporische und lokale Akteure durch Hilfe auf Gewalt reagierten, und analysiert zugleich die politischen Dimensionen humanitärer Handlungen.

Durch den Fokus auf die gelebten Erfahrungen derjenigen, die Hilfe erhalten, zielt dieses Projekt darauf ab zu verstehen, wie diese Praktiken mit Narrativen von Leid, Überleben und politischer Mobilisierung verflochten werden. Ziel ist es, zu breiteren Debatten über das Verhältnis von Gewalt, Souveränität und Humanitarismus in nicht anerkannten oder umstrittenen Staaten beizutragen.

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