Thema
Digitalisierung armenischer Handschriften (British Library)
Die bislang unbekannten und unerforschten Handschriften der armenischen Gemeinde von Gherla (Armenierstadt) werden durch Digitalisierung gesichert und international zugänglich gemacht. Das GWZO arbeitet dabei im Rahmen des internationalen Projekts mit Partnerinstitutionen aus Rumänien, Ungarn und den USA zusammen.
British Library Endangered Archives Programme: Digitalisierung und Katalogisierung armenischer Handschriften und alter Drucke in Siebenbürgen
Das interdisziplinäre, zwölfmonatige Projekt hat zum Ziel, das reiche kulturelle Erbe der transsilvanischen armenischen Gemeinde von Gherla (Armenierstadt) international zugänglich zu machen. Im Zentrum stehen die Digitalisierung von Handschriften sowie die Erstellung eines Katalogs und die wissenschaftliche Untersuchung der armenischsprachigen frühen Drucke. Die Sammlung stellt eine bislang unerforschte Quelle dar, die zur Rekonstruktion verschiedener Aspekte des politischen, religiösen und intellektuellen Wirkens der armenischen Gemeinde in Siebenbürgen beiträgt. Die Handschriften eröffnen eine ergänzende Perspektive auf die liturgische Entwicklung der Armenier, indem sie Veränderungen und Anpassungen nach der kirchlichen Union mit der römisch-katholischen Kirche dokumentieren. Umfangreiche Kolophone mit Verweisen auf bedeutende Persönlichkeiten und Institutionen geben Einblick in die historische Entwicklung der Gemeinde. Das Projekt ist eine Kooperation zwischen Forscher*innen des GWZO in Leipzig, der UCLA (Los Angeles) und der Péter-Pázmány-Katholischen Universität (Budapest). In Gherla arbeiten sie eng mit Archivaren Römisch-Katholischen Diözese (Alba Iulia) und des Ordinariats der armenisch-katholischen Kirche in Rumänien zusammen.