Menschen tragen die tschechoslowakische Nationalflagge und gehen an einem brennenden sowjetischen Panzer in einer Straßenszene in Prag vorbei.

Ausstellung | 15.04.2026 - 15.04.2036

Was ist eigentlich Dissidenz? – analog und digital

In den sozialistischen Ländern Mittel- und Osteuropas stellten sich viele Menschen staatlicher Willkür und Gewalt entgegen. Als Dissident*innen kämpften sie für Meinungsfreiheit und Menschenrechte und setzten sich gegen Zensur und politische Unterdrückung Andersdenkender ein. Einige von ihnen sind bis heute bekannt, andere sind in Vergessenheit geraten. Viele Geschichten wurden nie erzählt.

Doch was genau ist eigentlich Dissidenz? Zählt jede Form von Kritik dazu? Oder nur der laute Protest, eine öffentliche Mahnwache, die Verbreitung verbotener Literatur? Was ist mit den stillen Formen des Widerstands, dem Rückzug ins Private, den konspirativen Gesprächen am Küchentisch?

Die Ausstellung gibt Einblicke in die Protestbewegungen und Widerstandsformen der 1960er bis 1980er Jahre und fragt danach, welche Erfahrungen und Haltungen uns heute noch herausfordern und inspirieren und wie sie sich mit unserer eigenen Geschichte verbinden. 

Digital bietet sie die Möglichkeit zur Mitwirkung: Besucher*innen können eigene Gedanken, Erinnerungen und Erfahrungen teilen.

Das Projekt ist eine Kooperation des Leibniz-Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) in Berlin und des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) in Leipzig, gefördert vom Leibniz-Lab Umbrüche und Transformationen der Leibniz-Gemeinschaft.

Konzept und Textredaktion

Georgia LummertAlexander MionskowskiDirk NaguschewskiOlga RosenblumMatthias Schwartz
Unter Mitwirkung von Susanne Jaeger und Stephan Krause
Grafik-Design: GRUETZNER TRIEBE Berlin/Leipzig
Online-Gestaltung: Jonathan Sandkühler

Veranstalter: GWZO

Ort: analog und online

Fünf aufstellbare Roll-ups mit Text und historischen Schwarz-weiß-Fotos zur Dissidenz stehen in einem Raum auf grauem Teppichboden.
Schwarz-weiße Collage aus drei Fotos mit Menschen in verschiedenen Situationen, darunter eine Gesprächsrunde, eine Gruppe bei einer offiziellen Unterzeichnung und zwei Männer mit einem großen Bild im Freien.
Drei aufgestellte Roll-ups mit Texten und Fotos zu Dissidenz und Befürchtungen von Dissident*innen in einem Innenraum.

Die einzelnen Poster widmen sich Themen und Menschen, die für die Geschichte der Dissidenz bedeutsam sind. Zugleich möchte die Ausstellung dazu anregen, historische Erfahrungen und Haltungen aus heutiger Sicht zu diskutieren.

Aktuelle Ausstellungstermine
GWZO-Bibliothek Leipzig | 02.05.–28.6.2026
ZfL-Bibliothek Berlin | 25.05.–05.07.2026

Wanderausstellung

Die Ausstellung kann kostenfrei als Wanderausstellung ausgeliehen werden. Sie umfasst neun flexibel einsetzbare Roll-Ups und eignet sich für Bibliotheken, Bildungseinrichtungen, Kulturorte und öffentliche Einrichtungen. Das GWZO übernimmt Versand- und Portokosten. Eine Präsentation ist ab einer Laufzeit von drei Wochen möglich. 

Bei Interesse oder Fragen zur Organisation freuen wir uns über eine Anfrage per E-Mail an oeffentlichkeit@leibniz-gwzo.de.

Förderung

Gelb-orange abgerundete Dreiecksform mit weißer, handschriftlicher Schrift 'Leibniz' und daneben gelb-orange Schriftzug 'lab' sowie in schwarz darunter: "Umbrüche und Transformation".

Die Wanderausstellung »Was ist eigentlich Dissidenz?« ist eine Kooperation des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) in Leipzig und des Leibniz-Zentrums für Literatur- und Kulturforschung (ZfL) in Berlin, gefördert vom Leibniz-Lab Umbrüche und Transformationen der Leibniz-Gemeinschaft.