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Film im Protektorat Böhmen und Mähren

Im Protektorat Böhmen und Mähren wurde das Kino als Instrument nationalsozialistischer Herrschaft eingesetzt. Das Projekt geht der Frage nach, inwiefern Spielfilme als Mittel zur Germanisierungspolitik im Protektorat genutzt wurden.

Frau schaut zum Betrachter und hält eine Malpalette in der Hand. Über ihrem Gesicht ist der Schriftzug "Kinorevue"

Germanisierung mit Hilfe des Kinos? Spielfilme im Protektorat Böhmen und Mähren 

Das Ziel der nationalsozialistischen Besatzungspolitik im Protektorat Böhmen und Mähren war die Umsiedlung sowie Assimilierung der mehrheitlich tschechischen Bevölkerung. Ebenso wie im »Altreich« und anderen okkupierten Gebieten des östlichen Europa bediente sich das Regime auch kultureller Mittel, um seine Germanisierungspolitik voranzutreiben und die Besatzungsgesellschaft von der nationalsozialistischen Ideologie zu überzeugen. In diesem Kontext widmet sich das Dissertationsprojekt der Rolle des Kinos im »Reichsprotektorat«. Es geht der Frage nach, ob und wenn ja, mit welchen Mitteln und Strategien sowohl deutsche als auch tschechische Filme im Kontext der Germanisierungspolitik eingesetzt wurden.

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