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Schwarze Performance-Künstler*innen in Rumänien, 1910 bis 1940

Schwarz-weiße stilisierte Silhouette einer Person vor grünem Kreis mit dem Text 'Alexander von HUMBOLDT STIFTUNG' rechts daneben.

Auf der Grundlage visueller Kultur und Performance-Studien untersucht das Projekt die Rezeption von Jazz und verwandten Unterhaltungsformen im Rumänien der Zwischenkriegszeit und wie das kulturelle, soziale und politische Klima in der Region durch die Präsenz Schwarzer Künstler*innen geprägt wurde und darauf reagierte.

Josephine Baker sitzt elegant in einem Stuhl, trägt ein aufwändiges Kopfschmuck mit Blumen, ein langes Kleid und einen Pelz, umgeben von mehreren Personen in Abendkleidung.

Another Jazz Age: Schwarze Performance-Künstler*innen in Rumänien, 1910 bis 1940
Die Forschung untersucht die Entwicklung und Rezeption afrikanisch-amerikanischer Performance-Künstler*innen in Rumänien und im weiteren regionalen Kontext des östlichen Europas vom Ersten Weltkrieg bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs. Als Schwarze kulturelle Ausdrucksformen in dieser Zeit an Popularität gewannen, nutzten Künstler*innen zunehmend die Gelegenheit, in der Region auf Tour zu gehen und sich manchmal dort niederzulassen, was sich auf das künstlerische Leben, die Populärkultur, den sozialen und politischen Diskurs und sogar auf die Gesetzgebung auswirkte. Das Projekt untersucht, wie die Kulturen der Moderne in Rumänien durch die Anwesenheit dieser Künstler*innen geprägt wurden und darauf reagierten. Aus dieser Perspektive betrachtet das Projekt Fragen der Rasse und Rassifizierung in der Region, die Lage von Minderheiten während geopolitischer Umbrüche und die transregionale Verbreitung moderner Kulturformen wie Jazz. 

Der theoretische Rahmen des Projekts verbindet die Kunstgeschichte mit Performance-Studien und Studien zu Rasse, Kolonialismus und Populärkultur aus der Geschichte und der Anthropologie. Ziel ist es, auf diese verbundenen Bereiche Bezug zu nehmen, um einen Rahmen zu entwickeln, der bei der Untersuchung der Interaktionen zwischen Schwarzen Künstler*innen und der breiteren Kulturlandschaft Rumäniens und des östlichen Europas umfassender anwendbar ist.

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