Dr. Łukasz Musiaka
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Zur Person
Geb. in Malbork (Polen), Studium der Geographie und postgraduales Programm in Geoinformationssystemen (GIS) an der Universität Łódź, 2012 Promotion. Seit 2012 Assistenzprofessor am Lehrstuhl für politische und historische Geographie sowie Regionalstudien der Universität Łódź.
2019–2020 Forschungspraktikant am Institut für Geschichte und Internationale Beziehungen in Olsztyn. Seit 2013 Teilnahme an vielen interdisziplinären wissenschaftlichen und angewandten Projekten sowie Leiter mehrerer Forschungsprojekte, darunter: Modelle morphologischer Transformationen großer Städte der ehemaligen „Wiedergewonnenen Gebiete“ nach 1945 im Kontext der Herausforderungen der zeitgenössischen Raumordnung (IDUB-Grant, 2022–2024), Morphologische Veränderungen in den Städten des ehemaligen Ostpreußens nach dem Zweiten Weltkrieg (NCN MINIATURA, 2019–2022), Forschungsreihe zum Deutschordens-Erbe (MNiSW, 2013–2016).Seit 2025 als Stipendiat der Polnischen Nationalen Agentur für Akademischen Austausch (NAWA) am GWZO tätig.
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Arbeitsschwerpunkte
- Stadtmorphogenese und Stadtmorphologie aus historisch-geographischer Perspektive
- Kulturerbe historischer Siedlungen
- Räumlich-funktionale Transformationen der Städte nach dem Zweiten Weltkrieg (Post-War Studies)
- Resilienz, Revitalisierung und Revalorisierung städtischer Räume
- Architectura militaris
- Qualitative und quantitative Methoden (Wahrnehmungsgeographie, Stadt- und Landveränderungen, Tourismus)
- GIS-Methoden in der Raumforschung
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Funktionen und Mitgliedschaften
- Mitglied der International Planning History Society (seit 2025)
- Mitglied der Polish Studies Association (PSA, seit 2024)
- Mitglied des Beirats für Entwicklung und Förderung der Disziplin Sozial- und Wirtschaftsgeographie und Raumwirtschaft, Fakultät für Geowissenschaften der Universität Łódź (seit 2024)
- Gründungs- und Ratsmitglied des Polish Network on Urban Morphology ISUF POLAND (seit 2019)
- Mitglied der Sektion Stadtmorphologie der Kommission für Urbanistik und Architektur der Krakauer Zweigstelle der Polnischen Akademie der Wissenschaften (seit 2019)
- Mitglied der Polnischen Geographischen Gesellschaft (PTG, seit 2012); Gründungsmitglied ihrer Kommission für Politische und Historische Geographie (2014), Vorsitzender (2017-2021) und stellvertretender Vorsitzender (seit 2021) der Łódź-Zweigstelle der PTG
- Mitglied des Beirats der NGO CIRR Regio (Centre for Regional Development Initiatives), 2010–2024
- Mitglied des Beirats der Fakultät für Geographische Wissenschaften der Universität Łódź (seit 2008)
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Auszeichnungen
- 2024 Medaille der Kommission für Nationale Bildung
- 2022–2024 mehrere wissenschaftliche und organisatorische Auszeichnungen des Rektors der Universität Łódź
- 2018–2019 dreimal 1. Preis in städtebaulich-architektonischen Wettbewerben
- 2014 Wissenschaftspreis des Rektors der Universität Łódź für das Buch Touristische Funktion mittelalterlicher Burgen und ihre Auswirkungen auf die Städte Pommerns, Ermlands und Masurens
- 2012–2020 mehrere Auszeichnungen des Dekans der Fakultät für Geographische Wissenschaften, Universität Łódź, für wissenschaftliche und didaktische Leistungen
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Reihenherausgeberschaft
- Mitglied des Advisory Board der Monographienreihe Interdisciplinary Studies on Spatial Dynamics and Marginalization in Central and Eastern Europe (Rowman & Littlefield, seit 2024)
- Mitglied des Advisory Board des Journal of Spatial Research, Çukurova Üniversitesi, Türkei (seit 2023)
- Schriftführer der wissenschaftlichen Zeitschrift Folia Geographica Socio-Oeconomica (2013–2021)
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Lehre
Als Hochschullehrer an der Universität Łódź führt Łukasz Musiaka seit 2012 Vorlesungen und Geländeübungen durch. Erste Lehrerfahrungen sammelte er bereits während seiner Promotion. Zudem lehrte er an der privaten Hochschule WSTIH Łódź (Tourismus) und hielt Gastvorträge an Universitäten in Estland, der Slowakei, Tschechien, Ungarn, der Türkei, Israel, Slowenien und Portugal.
Aktuelles Forschungsthema
Nachkriegstransformationen historischer Stadtzentren nach dem Krieg
Der Wiederaufbau historischer Stadtzentren in der DDR sowie in den West- und Nordgebieten Polens führte zur Entwicklung unterschiedlicher Rekonstruktionsmodelle. Das Projekt untersucht die Vielfalt der angewandten Modelle – von Modernisierung und Funktionalität bis hin zu einer starken Betonung von Identität und Geschichte.
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