Thema
Industriebetriebe und ihre transnationalen Verbindungen im Übergang zum Staatssozialismus in Ostmitteleuropa und China (1940er – 1960er)
Das Projekt untersucht die Geschichte von Industriebetrieben und ihrer transnationalen Verbindungen in der Transformation zum Staatssozialismus im östlichen Europa und China. Es fragt nach dem Verhältnis von Kontinuität und Wandel im Prozess der Blockbildung.
Blockbildung und (Dis)Kontinuitäten. Transnationale Verbindungen und Transformationen industrieller Betriebe in Ostmitteleuropa und China, 1946–1960
Das Projekt untersucht die Geschichte von Industriebetrieben und ihrer transnationalen Verbindungen während der Blockbildung zu Beginn des Kalten Krieges und fragt nach dem Verhältnis von Kontinuität und Wandel. Der Aufbau des sozialistischen Lagers war mit einer massiven Neuausrichtung der Ökonomie in Ost(mittel)europa und China auf die Sowjetunion verbunden. Das Projekt lenkt den Blick von der Makro-Ebene auf einzelne Unternehmen und arbeitet die Bedeutung vorab existierender grenzüberschreitender Verbindungen, von Handelsnetzwerken bis zum Know-How-Transfer heraus. Die Teilstudien nehmen dafür einzelne Betriebe aus der Maschinen- und Fahrzeugbauindustrie in der VR China, Tschechoslowakei, Polen, Bulgarien und der DDR in den Blick. Am GWZO werden beispielhaft der Dessauer Zementanlagenbauer Polysius und der bulgarische Textilmaschinenhersteller DMZ in Gabrovo, sowie das frühe Automobilindustriecluster in Shanghai, untersucht. Mit dieser neuen Perspektive auf die Entstehung des ›Ostblocks‹ und seiner Ökonomie hinterfragt das Projekt weitverbreitete Bilder von staatssozialistischer Autarkie und vom Kalten Krieg als Systemauseinandersetzung.
Projektpartner:
Tomasz Olejniczak; Associate Professor in the Department of Management, Director of Doctoral School, Kozminski University, Warsaw
Aleš Skřivan; Professor in Economic and Social History, Chair of Department of Economic History, Prague University of Economics and Business
Valeria Zanier; Associate Professor for Chinese Studies, Universitá di Bologna