Experts on the Bhilai Steel plants, 1962 © Sputnik Images, Photo #148207

Themenfeld

Agieren in der Weltwirtschaft

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wird die osteuropäische Wirtschaft mit dynamischen Prozessen der ökonomischen Globalisierung konfrontiert. Peripherialisierung und globale Wirtschaftskrisen, Weltkriege und Kalter Krieg prägten als sich stark wandelnde Rahmenbedingungen die regionalen Bemühungen um Modernisierungen von Wirtschaft und Gesellschaft.

Im Fokus der Forschungen stehen die Reaktionen osteuropäischer Wirtschaftsakteure auf diese Herausforderungen sowie ihre Bemühungen, Globalisierungsprozesse durch aktives Agieren im Sinne eigener Interessen und Ideen zu beeinflussen. Dabei werden bisher dominierende Sichtweisen auf die osteuropäische Wirtschaft als »rückständig« oder »vom Normalpfad abweichend« kritisch hinterfragt. Dies erfolgt durch die stärkere Beachtung wechselseitiger transnationaler und transregionaler Verflechtungen im Bereich der Außenhandels- und Infrastrukturpolitik sowie des Transfers von Kapital, Technologien und Entwicklungskonzepten. Es werden sowohl Strukturveränderungen als auch Akteurskonstellationen untersucht, um die vielfältigen Positionierungsstrategien von Staaten, sozialen Gruppen und Individuen des östlichen Europa im Prozess der wirtschaftlichen Globalisierung zu analysieren.

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Forschungsthemen

Die Anfänge der sozialistischen Automobilindustrie in China

Logo gefördert durch DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft

Das Projekt befasst sich mit den Anfängen der chinesischen Automobilindustrie und untersucht dazu die vorsozialistischen Autowerkstätten in Shanghai. Es hebt die Kontinuitäten in Bezug auf Fachwissen und Produktionspraktiken hervor, die den Fahrzeugsektor der frühen Volksrepublik China prägten.

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Industriebetriebe und ihre transnationalen Verbindungen im Übergang zum Staatssozialismus in Ostmitteleuropa und China (1940er – 1960er)

Logo gefördert durch DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft

Das Projekt untersucht die Geschichte von Industriebetrieben und ihrer transnationalen Verbindungen in der Transformation zum Staatssozialismus im östlichen Europa und China. Es fragt nach dem Verhältnis von Kontinuität und Wandel im Prozess der Blockbildung.

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Welthandel

Im Rahmen der Forschungen über die Handelsbeziehungen des östlichen Europa mit anderen Teilen der Welt vom späten 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart werden insbesondere die Außenhandels- und Infrastrukturpolitiken als wesentliche Elemente osteuropäischer Positionierungsstrategien in der wirtschaftlichen Globalisierung analysiert.

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Archiv

Armenische Kaufmannsnetzwerke

Die Globalisierung des Handels und die Ausbreitung von Kaufmannsnetzwerken waren prägende Elemente der Frühen Neuzeit. Der größte Teil des Fernhandels in der Region wurde von staatenlosen Diasporagruppen durchgeführt: Armenier, Griechen und Juden. Der armenische Handel war besonders erfolgreich, da er sich von Polen-Litauen, Russland, dem Osmanischem Reich und Persien erstreckte.

 

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Bearbeitet von:

Alexandr Osipian