Thema

Der Völkermord an den Armenier*innen in der polnischen Literatur und seine transnationale Rezeption

Das Projekt untersucht, warum und wie polnische Autor*innen den Völkermord an den Armenier*innen dargestellt haben, und verfolgt, wie diese Darstellungen verbreitet, übersetzt, neu interpretiert und in verschiedenen kulturellen Kontexten aufgenommen wurden.

Drei farbintensive Gemälde von Spartak Arutunyan in einer Ausstellung in Minsk, darunter eine Frau mit Hut und Blumen, anlässlich des 100. Jahrestags des Völkermords an den Armeniern.

Erinnerung, Darstellung und Wissensvermittlung: Der Völkermord an den Armeniern in der Literatur der Sowjetunion und Osteuropas 

Das Projekt untersucht, warum and wie der Völkermord an den Armenier*innen in der polnischen Literatur dargestellt wurde und wie diese Darstellungen transnational zirkulierten, übersetzt und in unterschiedlichen kulturellen Kontexten neu interpretiert wurden. Aufbauend auf Kulturtransfer‑ und Rezeptionstheorien richtet es den Fokus auf zentrale polnische literarische Werke, die sich mit armenischem Leid befassen — insbesondere von Autor*innen wie Stefan Żeromski und Zofia Nałkowska.

Im Zentrum stehen die Übersetzungswege, institutionellen Netzwerke und Akteur*innen, die zur internationalen Verbreitung dieser Texte beitrugen. Das Projekt rekonstruiert ihre Rezeptionsgeschichten in verschiedenen Sprachräumen — darunter Polnisch, Englisch, Französisch, Russisch und Deutsch — und analysiert, wie die armenischen Themen je nach politischem, kulturellem und erinnerungshistorischem Kontext unterschiedlich gelesen und bewertet wurden.

 

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